13 Apr
Unglückliche Heimniederlage gegen Bierden
Es war wie verhext
04 Apr
SV Wahnebergen - SV Vorwärts Hülsen II 1:2
Absolut kein Leckerbissen
Der Ostersamstag hatte für den SV Wahnebergen alles andere als ein Geschenk parat: Mit der 1:2-Niederlage gegen den SVV Hülsen II setzte es die erste Derbypleite seit vielen Jahren – und die fühlte sich entsprechend bitter an.
Die Vorzeichen waren einmal mehr alles andere als optimal. Die Personalsorgen zwangen den SVW zu kreativen Lösungen – so kreativ, dass sogar Co-Trainer Niklas Fahrenholz die Fußballschuhe schnüren musste, obwohl er seine aktive Karriere bereits vor drei Jahren an den Nagel gehängt hatte.
Auf dem Platz entwickelte sich dann das, was man von einem Derby unter solchen Umständen erwarten durfte: kein fußballerischer Leckerbissen, sondern ein intensiver Kampf. Beide Teams agierten viel mit langen Bällen, Spielfluss kam kaum zustande. Auch der Platz trug seinen Teil dazu bei – die Gemeinde hatte es offenbar mal wieder nicht geschafft, rechtzeitig den Rasen zu mähen
Hülsen hatte insgesamt mehr Ballbesitz und kam zu den etwas besseren Chancen, ohne dabei jedoch wirklich zu glänzen. Die Tore fielen dann auch eher unglücklich aus Sicht der Gastgeber. Beim 0:1 segelte eine Ecke durch den Strafraum und am langen Pfosten musste ein Gästespieler nur noch einschieben.
Noch bitterer wurde es beim 0:2: Der gerade erst eingewechselte Marvin Klasen verursachte einen Elfmeter – und verletzte sich bei der Aktion auch noch selbst. Wenn’s einmal läuft…
Trotz allem blieb die Partie eng. Wahnebergen steckte nie auf und warf in den Schlussminuten noch einmal alles nach vorne. Der Anschlusstreffer fiel schließlich durch Niklas Fahrenholz, der nach einer Flanke per Kopf traf. Allerdings nicht ganz unumstritten, denn dabei ging er durchaus rustikal gegen den gegnerischen Keeper zu Werke – ein Pfiff wäre hier sicherlich auch vertretbar gewesen.
In den letzten Minuten drängte der SVW auf den Ausgleich, und mit etwas Glück wäre dieser auch noch möglich gewesen. Doch am Ende blieb es bei der knappen Niederlage.
So steht unter dem Strich ein umkämpftes Derby, das keinen Schönheitspreis gewann und in dem der SV Wahnebergen trotz aller Widerstände nah dran war – sich am Ende aber für seinen Aufwand nicht belohnen konnte.
