20 Mai
Erneute Heimniederlage
0:3 gegen Achim II
20 Mai
SV Wahnebergen - SV Hönisch 1:4
1:4 im Nachbarschaftsduell / Großer Applaus für Jochen Gerling
Personell weiterhin arg gebeutelt, ging der SV Wahnebergen mit klarer Außenseiterrolle in das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SV Hönisch. Dennoch zeigte die Mannschaft über die gesamten 90 Minuten großen Einsatz und kämpfte bis zum Schluss aufopferungsvoll um ein respektables Ergebnis.
Die Gäste aus Hönisch übernahmen von Beginn an die Kontrolle, ließen Ball und Gegner laufen und kamen immer wieder durch gute Ballstaffetten gefährlich vor das Wahneberger Tor. Der SVW konzentrierte sich dagegen vor allem auf die Defensive und warf sich mit großem Einsatz in jeden Zweikampf – ein großes Lob an die gesamte Mannschaft für diesen Fight bis zum Abpfiff.
Bereits in der dritten Minute folgte jedoch der frühe Nackenschlag: Nach einem Missverständnis zwischen Traore und Bergmann bei der Klärung landete der Ball bei einem Hönischer Angreifer. Dessen Abschluss missglückte zwar leicht, da er beim Schuss noch in den Boden trat, doch genau dadurch wurde Keeper Senff überrumpelt und der Ball schlug zum 0:1 ein. Besonders bitter: Bergmann, der bereits angeschlagen in die Partie gegangen war, verletzte sich bei der Aktion erneut und musste früh ausgewechselt werden. Für ihn kam bereits nach drei Minuten Co-Trainer Fahrenholz ins Spiel.
Auch das 0:2 fiel aus Wahneberger Sicht unglücklich. Ein Schuss aus rund 16 Metern wurde noch entscheidend abgefälscht und war für Senff dadurch nicht mehr zu halten.
Trotz der spielerischen Überlegenheit der Gäste setzte Wahnebergen offensiv immer wieder kleine Nadelstiche. Nico Breitenbach versuchte es zweimal mit Fernschüssen, die jeweils nur knapp am Tor vorbeigingen. Zudem hatte Matthias Müller nach einer guten Flanke die Chance per Kopf zu verkürzen, geriet dabei jedoch in Rücklage und konnte den Ball nicht mehr entscheidend drücken.
Auf der anderen Seite ließ Hönisch allerdings ebenfalls einige gute Möglichkeiten liegen, weshalb die 2:0-Halbzeitführung der Gäste insgesamt absolut in Ordnung ging.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein ähnliches Bild. Hönisch blieb spielbestimmend, während Wahnebergen zwar bemüht war, offensiv Akzente zu setzen, jedoch zu selten die nötige Durchschlagskraft entwickeln konnte. Defensiv stand der SVW dagegen weiterhin ordentlich und ließ nun auch weniger klare Chancen zu.
Das 0:3 entstand schließlich nach einem Angriff über die rechte Seite, den Hönisch konsequent ausspielte. Doch Wahnebergen belohnte sich zumindest noch für den großen Aufwand: Nach einer Freistoßflanke von halbrechts wurde der Ball verlängert und Matthias Müller schob aus kurzer Distanz zum 1:3 ein – auch wenn dabei wohl eine Abseitsposition vorlag.
Den Schlusspunkt setzte Hönisch mit dem 1:4 per Elfmeter. Aus Sicht der Gastgeber eine äußerst strittige Entscheidung, da der Hönischer Stürmer dem Verteidiger auf den Fuß trat, anschließend zu Fall kam und dennoch der Strafstoß gegeben wurde.
Nach dem Abpfiff rückte dann aber noch einmal ein anderer Moment in den Mittelpunkt: Großer Applaus galt Schiedsrichter Jochen Gerling, der nach beeindruckenden 50 Jahren seine Pfeife an den Nagel hängt. Auf eigenen Wunsch leitete er sein Abschiedsspiel zwischen seinen beiden Ex-Vereinen – ein würdiger Schlusspunkt für eine außergewöhnlich lange Schiedsrichterkarriere.