04 Apr
Erste Derbyniederlage seit Jahren
Absolut kein Leckerbissen
13 Apr
SV Wahnebergen - TSV Bierden II 1:2
Es war wie verhext
Die Rollen vor dem Anpfiff waren klar verteilt: Der TSV Bierden II reiste als Tabellenzweiter und klarer Favorit an – gespickt mit Spielern, die bereits Oberliga-Erfahrung sammeln konnten. Dem gegenüber stand ein SV Wahnebergen, der personell auf dem Zahnfleisch ging. Gleich sieben Spieler fehlten verletzungsbedingt. So kam es, dass Alexander Rippe nach rund einem Jahr Pause und ohne nennenswerte Trainingseinheiten direkt über 90 Minuten ran musste. Zudem wurde mit Tom Stellmann eine echte „Geheimwaffe“ reaktiviert, während mit Moussa Sangare ein weiterer Spieler ohne Spielpraxis auf der Bank Platz nahm.
Doch von diesen widrigen Voraussetzungen war auf dem Platz rein gar nichts zu sehen. Im Gegenteil: Wahnebergen präsentierte sich von Beginn an hellwach, zweikampfstark und mit beeindruckendem Einsatzwillen. Über weite Strecken war der SVW mindestens ebenbürtig, phasenweise sogar die klar bessere Mannschaft. Plötzlich lief auch spielerisch vieles zusammen, und die Hausherren erspielten sich gute Chancen.
Einziges Manko: die Chancenverwertung. So vergab Kevin Hikade in der ersten Hälfte eine hundertprozentige Gelegenheit, als er aus fünf Metern das leere Tor verfehlte. Auch Tom Stellmann scheiterte mit einem starken Abschluss am glänzend reagierenden Gästekeeper. Bierden hingegen zeigte sich eiskalt: Mit der ersten echten Torchance gingen die Gäste mit 0:1 in Führung.
Nach dem Seitenwechsel leistete sich Wahnebergen eine kurze Schwächephase von etwa fünf Minuten – und wurde erneut bestraft. Wieder nutzte Bierden eine seiner wenigen Möglichkeiten konsequent und stellte auf 0:2.
Doch der SVW gab sich keineswegs auf. Im Gegenteil: In der Folge spielte nahezu nur noch Wahnebergen. Mit großem Druck, viel Leidenschaft und unermüdlichem Einsatz drängten die Gastgeber auf den Anschluss.
Was danach folgte, war ein regelrechtes Chancenfestival – allerdings ohne Happy End. Said Traoré umkurvte den Keeper, traf jedoch nur den Pfosten. Lukas Bergmann setzte einen Abschluss nach einer Ecke an die Latte. Selbst Keeper Müller stürmte in den Schlussminuten mit nach vorne, verpasste einen Kopfball jedoch um Haaresbreite. Die Liste weiterer Möglichkeiten ließe sich problemlos verlängern, doch das würde den Rahmen sprengen. Es reichte nur zum Anschlusstreffer in der 85. Minute durch Nico Breitenbach.
So bleibt am Ende eine mehr als unglückliche 1:2-Niederlage für den SV Wahnebergen. Eine Partie, in der Einsatz, Wille und spielerische Leistung absolut stimmten – nur das Ergebnis nicht. Der TSV Bierden II dürfte selbst nicht genau wissen, wie er diese drei Punkte mitnehmen konnte.
